DSLM oder DSLR?

Viele Foto-User fragen sich oft welches Kamerasystem sie sich zulegen, denn sie können sich mittlerweile zwischen den so genannten Systemkameras und den Spiegelreflexkameras entscheiden. Beide Systeme haben ihre Stärken und Schwächen.

Aktuell fotografiere ich mit einer DSLR auf Konzerten. Ich habe mich bewußt für die DSLR entschieden, denn diese Kamera hält ein mehrstündiges Konzert mit einer halben Akku-Ladung problemlos durch. Bei der DSLM sieht das allerdings schon ganz anders aus, mit einem Akku komme ich leider nicht hin, besser sind zwei oder sogar drei, denn dieses Kamerasystem muss ständig das Display mit Strom befeuern, dies braucht die DSLR nicht.

Durch den Einsatz der DSLR verspiele ich natürlich den Vorteil den die DSLM hätte, der Belichtungsvorschau bzw. der Belichtungssimulation. Die aktuelle Lichtsituation in Verbindung mit Zeit- und Blendenkombination ist in der DSLM ganz hervorragend zu erkennen. Mit der DSLR muss ich durchaus bei schwierigen Gegenlichtsituationen ein paar Probeschüsse machen und das Ergebnis gesondert auf dem Display begutachten, dies kostet wertvolle Zeit.

Outdoorfotografie

Das Problem

Die Lichtsetzung im Bereich der Outdoorfotografie ist oft recht aufwändig und komplex, denn es kommen verschiedene Faktoren für das optimale Foto zusammen. Zunächst muss der Hintergrund des Models sinnvoll engafangen werden, denn oft muss sogar die dramatisch untergehende Sonne als Gegenlicht mit ins Bild.

Gegen dieses Licht muss meist ein Blitz das Model aufhellen. Dies wird über eine Kombination von Blitzleistung, Blende und Belichtungszeit bewerkstelligt. Erschwerend ist jedoch im Bereich der Outdoorfotografie die natürliche Schwankung des Umgebungslichts. Die Kür dieser Disziplin ist dann das Fotoshooting bei Sonnenuntergang im Gegenlicht, bei dem das Licht von Minute zu Minute schwindet.

In meinen ersten Shootings habe ich dann tatsächlich ständig die Werte für Blende, Belichtungszeit und Blitzleistung eilig angepasst. Jedoch ist mir dies auf Dauer viel zu stressig gewesen und ich habe nach einer anderen Variante gesucht und mir diesen Workflow erarbeitet, der mich deutlich entspannt.

Hintergrund einmessen

Die Helligkeit des Hintergrundes über die Belichtungszeit und Blenden-Kombination einstellen. Sinnvoll ist dies bei sehr geringen ISO-Werten vorzunehmen. Persönlich mag ich es auch sehr gern, wenn der Hintergrund stärker in der Helligkeit zum Motiv abfällt – es darf etwas unnatürlich aussehen.

Im Klartext, fotografieren Sie den Hintergrund ganz simpel mit der Kamera und drehen die Helligkeit etwas herunter indem Sie die Blende etwas schließen oder die Belichtungszeit verkürzen.

Verwenden Sie jedoch nicht als Ausgangswert den kleinsten ISO-Wert der Kamera, bedenken Sie, das durchaus Schwankungen in beide Richtungen abzufangen sind. ISO 200 ist oft ein besserer Start als ISO 50 (setzen Sie ggf. einen leichten Grau-Filter bzw. ND-Filter ein).

Aufhell-Blitz dazuregeln

Im weiteren Schritt den externen Aufhellblitz mit hilfe der Blitzleistung dazuregeln bis der gewünschte Look erreicht ist. Das Model sollte sich deutlich vom Hintergrund abheben, einen zu natürlich wirkenden Look versuche ich allerdings zu vermeiden, da dies den traditionellen Sehgewohnheiten des Menschen entspricht und daher nur einen mäßigen Aha-Effekt verursachen würde. Lassen Sie Ihr Bild durchaus etwas unnatürlich aussehen, dies wirkt spannend und macht Ihr Foto interessant.

In der Praxis machen Sie ein Testfoto und regeln die Leistung des externen Blitzes so weit hoch bis Ihnen die Lichtkomposition gefällt.

Die Kombination aus Blende, Belichtungszeit und Blitzleistung bleibt ab jetzt unverändert im ganzen Verlauf des Shootings, auch wenn die Sonne zum Abend untergeht oder sich Wolken vor die Sonne schieben sollten.

Sonnenuntergang ausgleichen

Im laufe des Shootings passiert es nun doch das die allgemeine Umgebungshelligkeit schwankt, dies kann ganz unterschiedliche Ursachen haben, zum einen kann bei einem Sonnenuntergangs-Shooting die Abendsonne langsam verschwinden oder Wettereigenschaften ändern sich und Wolken verdecken das natürlich Sonnenlicht.

Um jedoch den Look und die Licht-Komposition des Bildes so zu belassen wie es eingestellt wurde, ist es einfacher die ISO-Empfindlichkeit der Kamera zu verändern. Der große Vorteil: es müssen keine neuen Blende, Blitzleistung und Belichtungszeit-Kombinationen aufwändig eingestellt werden, mit nur einem Dreh am ISO-Wert ist die Helligkeit neu angepasst und der Bildlook wird nicht zerstört.

Die Erhöhung des ISO-Wertes um 1/3 an Ihrer Kamera ist folglich das Gleiche als würden Sie die Leistung aller im Setup befindlichen externen Blitze um 1/3 vergrößern.

Noch mehr Blitze gefällig?

Natürlich ist die Anzahl der externen Blitze in Ihrem Bild nicht begrenzt, Sie können alle Blitze mit dieser Technik einmalig einrichten. Jedoch muss Ihnen klar werden, je komplexer das Lichtsetup ist um soch schneller müssen Sie es startklar einrichten, denn auch in der Setup-Phase vergeht die Zeit und das Licht schwindet zusehehends, also sputen Sie sich.

Um so entspannter ist dann jedoch doch das folgende Shooting, denn selbst wenn Sie ein komplexes Foto mit fünf und mehr Blitzen komponieren, können Sie alles mit einem Dreh am ISO-Regler der Kamera ausgleichen.

Brennweiten Umrechnung

Der Einfachheit halber, habe einige typische Brennweiten des etwas größeren Nikon-Systems und Olympus in einer kleinen Umrechnungstabelle zusammen getragen. Canon-User müssen hier einen Faktor von 1,6 verwenden da der Sensor kleiner ist als der des Nikon-Systems.

Crop-Umrechnungen
Crop-Umrechnungen

Das Spektrum der verschiedenen Brennweiten entstammt natürlich den unterschiedlichen Objektiv-Sorten, zum einen sind es Festbrennweiten und zum anderen stammen die Brennweitenangaben von Zoom-Objektiven.

Hinweis | Natürlich sind 150mm an einem APSC-System die gleichen 150mm wenn sie an ein MFT-System geschraubt werden, die Brennweite ändert sich logischer weise nicht. Jedoch ändert sich der Bildausschnitt auf Grund der unterschiedlichen Sensorgröße, was subjektiv mit einer Brennweiten-Veränderung verglichen wird. Dennoch behalten die Objektive die für ihre Brennweite spezifische Verzerrung bei. Folglich verzerrt (Kisseneffekt und stürzende Linien) das 25mm MFT deutlich stärker als das 35mm APSC-Objektiv, auch wenn beide in etwa 50mm Brennweite im Kleinbild entsprechen.

Neues Apple Touch Icon

Apple Touch Icon für Ray-Getty.de
Apple Touch Icon für Ray-Getty.de

Heute ist ein neues Apple Touch Icon am Start.

Das neue Icon wird angezeigt wenn Sie ein Leseszeichen meiner Webseite http://Ray-Getty.de auf dem Homescreen Ihres Smartphones oder Tablets erstellen.

Durch dieses Icon wird allerdings auch angezeigt, das die Webseite responsiv auf die verschiedenen Smartphones reagieren kann und damit für die mobile Anzeige optimiert ist.

Dies gefällt Google und co. so gut, das mobile Seite ein besseres Ranking in der Trefferliste erhalten.

Apple Touch Icon erstellen

Mikro Deko

Genau wie in der Fashion- und People-Fotografie, wird auch in der Food- und Produkt-Fotografie Dekoration benötigt, allerdings fällt diese deutlich kleiner und subtiler aus, denn meist steht ein konkretes Produkt im Vordergrund, welches durch ein zweites oder drittes Dekoelement unterstützt wird.

Wenn man in die Produkt- und Food-Fotografie einsteigt, sollten (je nach Thema) kleinere Dekoelemente zusätzlich im Bild mit auftauchen die den Charakter oder das Thema des Fotos unterstreichen.

Basis im Bereich Food

Im Bereich der Food-Fotografie sollten kleine Teller, Schälchen oder ein wenig Besteck in Einzelteilen auf keinen Fall fehlen. Flohmärkte sind oft gute Lieferanten für außergewöhnliche Mikro-Deko. Wichtig bei der Auswahl der Deko ist, auf zu bekannte Artikel und Gegenstände zu verzichten, daher sollte beispielsweise auf den Einsatz von Geschirr eines bekannten schwedischen Möbelhauses verzichtet werden.

Der Weg zur Produktfotografie

Produktfotografie
Produktfotografie

Ich habe mir am Wochenende ein bisschen Zeit genommen um das Thema Stockfotografie anzugehen, zunächst mit ganz einfachen Motiven, wie hier am Beispiel meiner alten Kamera.

Lichtformer und Studiolicht habe ich bis zum abwinken, jetzt ging es darum ein Objekt sinnvoll in Scene zu setzen. Je länge ich jedoch an der Scenerie sitze und fotografiere, um so mehr stelle ich fest, das dies gar nicht so einfach ist wie es landläufig behauptet wird.

Die Perspektive

In der Produkt- und Foodfotografie gibt es zunächst drei wesentliche Perspektiven:

  • die Vogelperspektive,
  • Augenhöhe
  • und die Kombination aus beiden, der 45 Grad-Winkel

Für meine ersten Gehversuche habe ich mich für den 45 Grad-Winkel entschieden da ich die Betrachtung eines Motivhintergrundes zu diesem Zeitpunkt noch außer acht lassen wollte.

Das Licht

Zwar habe ich ausreichend Licht in Form von Softboxen, Beautydishes, StripLights und und und, dennoch wollte ich es so einfach wie möglich halten und nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Ich habe mich entschlossen meine drei YN 560III indirekt über die Studiodecke abzufeuern, gesteuert wurden sie über den Sender YN 560TX. Das Lichtsetup sollte so schattenfrei wie nur irgendmöglich eingestellt sein.

Nach vielen Versuchen bin ich denn bei einem Blitz, einem 90cm Silber-Reflektor (rechts unten) und einem Abschatter (links oben) geendet. Diese Einstellung empfand ich recht ausgewogen.

Nachbearbeitung

Erst bei der Bearbeitung am PC fallen mir immer wieder kleine Details auf die mich einfach stören. Beispielsweise habe ich zunächst nicht bemerkt, das ich mich im Sucher-Glas der alten Voigtländer spiegele. Auch mein rotes T-Shirt hat an einigen reflektierenden Bereichen der Analogkamera farbige Kanten hinterlassen. In der 100% Darstellung sind hier und da kleine weiße Staubkörnchen aufgefallen, die ich trotz des abpinselns der Kamera nicht vollständig weg bekommen habe.

Die Bildbearbeitung ist auf Grund der zu schlechten Ergebnisse lediglich bei der Bearbeitung des JPG geblieben, ich habe mir also nicht die Mühe gemacht das RAW-File der Kamera auszubelichten.

Fazit

Dieses kleine und erste Experiment zeigt mir allerdings folgendes:

  • beim Auslösen aus dem Bild gehen (Fernbedienung oder Selbstauslöser)
  • Produkt säubern, säubern, säubern und nochmals säubern
  • mehr Licht
  • reflektierende Flächen stärker abschatten

Wenn Ihr ebenfalls Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht habt, dann schreibt mir doch im Kommentarfeld unten im Beitrag – ich freue mich immer über Anregungen.

Übrigens

Das Bild meines Beitrags fand als Artikelbild im GIMP Handbuch einen dankenden Abnehmer. Den Artikel findet ihr folgend.

Staub auf Produktfotos entfernen

Food-Fotografie, das richtige Licht

LED-Dauerlicht
LED-Dauerlicht mit Flächen LED-Chip

Übrigens… Oft stellt sich die Frage ob man im Studio für die Food- bzw. Produktfotografie Blitzlicht oder Dauerlicht nutzen soll (generell auch in der Fotografie von Sill-Life).

Da ich dieses Thema aktuell bewege, habe ich einige Überlegungen dazu angestellt, die ich in den folgenden Absätzen teilen möchte.

Die Wahl der richtigen Lichttechnik hat erheblichen Einfluss auf den Geldbeutel und den Workflow des Fotografen, wobei das Budget für mich das schlagende Kriterium ist und auch bleibt. Doch betrachtet man die Möglichkeiten, dann eröffnen sich nicht wirklich all zu viele Wege auf diesem Gebiet. Grundsätzlich stehen dem Fotografen die klassische Blitzfotografie und die Fotografie mittels Dauerlicht zur Verfügung.

Im Falle der Blitzfotografie können Systemblitze oder auch Studioblitze gut benutzt werden, jedes dieser beiden Systeme hat seine Vor- und Nachteile die gut oder auch schlechter in den Workflow und die Vorlieben des einen oder anderen Fotografen passen.

Food-Fotografie (Foto: Adrian Albrecht)
Food-Fotografie (Foto: Adrian Albrecht, http://www.Adrian-Albrecht.de)

Wenn es dann um das Thema Dauerlicht geht, gibt es ebenfalls zwei Optionen, zum einen moderne LED-Strahler oder traditionelle Quarzbrenner. Beide Techniken sind in der Food-Fotografie sehr beliebt, da es ja in diesem Genre der Fotografie darum geht ein Produkt gut in Scene zu setzen. Das Composing solcher Produkt-Fotos funktioniert nach meiner Erfahrung mit Dauerlicht am besten.

Aber gehen wir die einzelnen Schwerpunkte Stück für Stück durch und betrachten deren Vor- und Nachteile ganz genau.

Systemblitz vs. Studioblitzkopf

Der typische Systemblitz oder auch Aufsteckblitz genannt, ist wirklich toll, er ist klein, kompakt und extrem preiswert, in der Regel haben die meisten Fotografen und Hobbyfotografen gleich mehrere davon. Ich selbst habe von diesen kleinen Helferlein gleich fünf Stück des gleichen Typs.

Vorteile der Systemblitze
YN560-III and Remote
YN560-III and Remote (Foto: YOUNGNUO)

Praktisch bei diesen kleinen Dingern ist, man kann sie in wirklich jede Ecke stellen und sogar in der Dekoration verstecken, so klein sind sie. Und dank eines Remote-Senders auf meiner Nikon, kann ich die Parameter aller manuellen Blitze bequem direkt am Sender auf der Kamera einstellen, auch wenn der Blitz an einer für mich schlecht erreichbaren Position steht – besser geht es kaum noch.

Nicht zu vergessen ist auch der Preis, mit 50,- bis 80,- EUR erhält man sehr viel hochwertiges Licht das man zuverlässig überall mit hinnehmen kann. Der Systemblitz tut genau das was man als Fotograf immer wieder braucht – Licht.

Nicht zu vernachlässigen ist auch die Lichtqualität. Die Systemblitze erzeugen auf Knopfdruck ein sehr hochwertiges Licht und das reichlich wenn man möchte.

Wenn in im Motiv bewgliche Elemente eingefrohren werden sollen, wie zum Beispiel Wassertropfen o.ä., dann sind die mobilen Systemblitze ebenfalls erste Wahl.

Nachteile der Systemblitze
YN560-III mit Batteriefach
YN560-III mit Batteriefach (Foto: YOUNGNUO

Als Nachteilig empfinde ich bei Systemblitzen noch nicht mal den Batterieverbrauch, denn der liegt dank automatischen Standby im verträglichen Rahmen. Nein, nachteilig ist, sie haben alle samt kein Einstellicht. Folglich wird die Lichtwirkung erst nach vielen vielen Probeaufnahmen deutlich und dies kostet wirklich extrem viel Zeit.

Weiterhin ist die Scenerie dunkel und ich muss mindestens eine schwache Videoleuchte platzieren um überhaupt am Set etwas sehen zu können. Ich brauche also mindestens ein Hilfslicht, welches mein Lichtsetup auf dem späteren Foto nicht beeinflussen darf.

Auch die Systemblitze unterliegen einem natürlichen Verschleiß und nach einigen tausend Auslösungen sind diese auch am Ende ihres irdischen Lebens angelangt und müssen ersetzt werden. Leider muss das komplette Gerät ersetzt werden, da die Blitzröhre fest verbaut ist.

Übrigens | Die Verwendung einer digitalen Kompaktkamera oder einer Bridgekamera kann eventuell dazu führen, das keine Systemblitze verwendet werden können, da die Kamera keinen Blitzschuh besitzt oder der eingebaute Blitz ungeeignete TTL-Informationen an die Remote-Blitze sendet. Dies ist in der Regel erst in der DSLR oder DSLM-Klasse problemlos möglich.

Vorteile von blitzköpfen
Blitzkopf
Blitzkopf Jinbei Discovery DC600 mit LED Einstellicht (Foto: Jinbei)

Die etwas größeren und Netzbetriebenen Studioblitzköpfe verfügen allerdings über das gewünschte Dauerlicht (auch als Einstellicht bezeichnet) das den Systemblitzen fehlt.

Mit ihnen kann das Lichtsetup sehr zielsicher eingestellt werden. Jedoch weichen die tatsächlichen Fotos ein wenig von dem ab was man als Fotograf mit dem Einstellicht der Blitzköpfe vorgibt, dies ist nicht weiter tragisch und mit wenigen Probebildern kann das leicht korrigiert werden.

Was man ebenfalls nicht vernachlässigen sollte, ist der zuverlässige Betrieb über den Netzstrom. Es fallen also keine Akkus oder Batterien an, die man langwierig aufladen oder kaufen muß.

Fotografen des bewegten Bildes haben erst durch die Verwendung leistungsstarker Blitzköpfe die Möglichkeit extrem kurze Belichtungszeiten zu wählen um zum Beispiel Wassertropfen im Foto einzufrieren, dies ist mit Dauerlicht schwerer möglich.

Nachteile von Blitzköpfen

Etwas nachteilig empfinde ich jedoch bei den Blitzköpfen deren immense Leistung. Meine kleinsten Blitzköpfe haben eine Leistung von 200W/s. In der Food- und Produktfotografie, in der die Blitze sehr nahe am Motiv sind, ist diese Leistung schon viel zu viel. Stark offenblendiges Arbeiten ist da kaum möglich, es sein denn ich nutze ND-Filter um die Lichtmenge zu reduzieren. Das birgt aber wieder das Problem, das ich mit dem ND-Filter auf der DSLR schlechter den Fokus sehe.

Weiterhin ist es auch mit diesen riesigen Dingern nur schwer möglich sie mal eben mit in die kleine Produktdeko zu platzieren oder hinter einer Weinflasche im Motiv zu verstecken, sie sind einfach zu groß und brauchen zudem auch mindestens ein Stativ.

Blitzröhre
Blitzröhre (Foto: Studiobedarf24.de)

Auch die Blitzköpfe unterliegen einem natürlichen Verschleiß und nach einigen tausend Auslösungen sind diese am Ende ihres irdischen Lebens angelangt und müssen ersetzt werden. Neue Blitzröhren müssen meist über das Internet bestellt werden und schlagen mit circa 50,- EUR und mehr zu Buche.

Es darf auch nicht ganz vernachlässigt werden, dass das Einstellicht eine Farbtemperatur von circa 3200K hat und der Blitz eine Farbqualität 5600K aufweist. Folglich sehen die Fotos kühler aus als es mit dem Einstellicht erscheint.

Hinweis | Mit Kompakt- oder Bridge-Kameras, können Blitzköpfe nicht ausgelöst werden. Erst mit Verwendung einer DSLM oder DSLR ist es möglich Blitzköpfe über einen auf der Kamera angebrachten Blitzschuh sinnvoll anzusteuern. Auch die optische Steuerung über die Fotodiode ist nicht möglich, da die eingebauten Blitze der Kompaktkameras vor dem Hauptblitz unsichtbare Signale senden und es dadurch zu einer Fehlsteuerung kommt.

Dauerlicht

Aufgrund der vielen Nachteile und Unbequemlichkeiten bevorzuge ich Dauerlicht, denn dadurch kann ich das Licht-Ergebnis besser steuern. Im Gegensatz zu Blitzen sehe ich sofort was die Kamera ebenfalls aufnehmen wird. Dieses Lichtsetups sind natürlich auch mit Blitzen (System- oder Blitzkopf) möglich, ich benötige jedoch sehr viele Probeaufnahmen, da ich die Lichtwirkung erst auf dem tatsächlichen Foto erkennen kann und muss zusätzlich die vielen Nachteile in kauf nehmen die ich bereits zuvor beschrieben habe.

Es fragt sich jedoch welche Art des Dauerlichts darf es denn sein? Der Markt bietet aktuell die moderne LED-Technik und dem gegenüber die klassische Technik mit den herkömmlichen Quarzbrennern.

LED-Technik

Bislang habe ich schon eine kleine Studio-Blitzanlage im Einsatz und wollte mir nun mindestens zwei zusätzliche Dauerlichtstrahler zulegen, am besten in langlebiger LED-Technik.

Die Vorteile der LED-Technik
LED-Dauerlicht
LED-Dauerlicht mit Flächen-LED Chip

Das Licht aus LED’s ist kalt, folglich entsteht wenig Abwärme was gerade im Sommer durchaus wichtig ist und die Strahler berührungssicher macht, man muss also keine Angst vor Verbrennungen haben.

LED’s sind wirklich langlebig, mit weit über 100.000 Betreibsstunden sind sie im Gegensatz zum Quarzlicht mit nur 150 Betriebsstunden der eindeutige Sieger.

Die Leistung ist ebenfalls nicht zu veachten, denn bereits mit einem LED-Strahler von 60W – 100W reiche ich bereits an Quarzlichter mit 250W heran und verbrauche nur einen Bruchteil des Stroms.

Nachteile von LED und Co – Die Preise
Walimex Round 300 LED (Foto: Walimex)
Walimex Round 300 LED (Foto: Walimex)

Die Preise am Markt für gescheite LED-Fotostrahler mit BOWENS-Adapter liegen jedoch jenseits meines Budgets und das ist einer der großen Nachteile der LED-Technik.

Ich muss circa 300,- EUR bis 400,- EUR pro Strahler rechnen und zwei bräuchte ich sicherlich mindestens.

Hatte ich dann doch Strahler im erschwinglichen Preissegment gefunden, dann hatten sie wieder den Nachteil, das ich durch den fehlenden Bowens-Ring keine Lichtformer anschließen kann und Lichtformer sind unbedingt nötig.

Beispielsweise ist der Walimex Pro Round 300 LED (http://www.walimexpro.de/de/video/videolicht/led-videoleuchte/produkt/led-round-300-set.html) mit 149,- EUR ein wirklich toller softer LED Tageslichtstrahler, jedoch kann ich leider keine Lichtformer anschließen, es fehlt der BOWENS-Anschluss – schade.

Quarzbrenner

Meine zweite Wahl fiel auch auf die so genannten Quarzlichter oder auch Quarzbrenner. Diese sind sehr preiswert und haben einen Anschluss für BOWENS, und bieten Leistung satt.

Die Vorteile der Quarzbrenner
Quarzbrenner
Quarzbrenner 1000 Watt

Quarzbrenner kann man im Internet oder sogar im Fachhandel vor Ort schon sehr preiswert kaufen. Ab 130,- EUR erhält man diese tollen Helfer.

Die meisten guten Fotogeschäfte haben diese Strahler ebenfalls im ständigen Angebot.

Die Leistung und Lichtmenge dieser traditionellen Brenner ist oft mehr als ausreichend. Zudem ist die Technik lang erprobt und zuverlässig, denn sie ist auch nicht wirklich aufwändig, eher Low-Tech.

Die Nachteile der Quarzbrenner

Die große Leistungsentfaltung der Brenner ist auch ihr größtes Problem. Eine Softbox mit einem 1000W Brenner auf voller Leistung zu befeuern bedeutet ihr schnelles Ende, das Material hällt diese enorme Hitze oft nicht aus. Nur Lichtformer aus Aluminium wie Beautydishes stecken diese Temperaturen locker weg.

Quarz-Ersatzleuchtmittel
Quarz Ersatzleuchtmittel 1000 Watt (Foto: Studiobedarf24.de)

Ein weiterer wirklich großer Nachteil ist deren Lebensdauer.

Mit circa 150 Betriebsstunden sind die Brenner sehr schnell am Ende ihrer Lebenszeit angelangt.

Sicherlich halten sie länger wenn man nur einen Bruchteil der benötigten Leistung abruft, dennoch ist dies ein Wehrmutstropfen. Folglich müssen Ersatzleuchtmittel beschafft werden. Diese sind mit 25,- bis 50,- EUR zwar moderat dennoch wird es auf Dauer teuer.

Nicht ganz unbedeutend ist sicher auch die Tatsache, das es sich bei der Farbtemperatur der Brenner in der Regel um 3200K handelt, also kein Tageslicht. Sofern kein Weißabgleich an der Kamera gemacht wird, erhalten die Fotos einen wärmeren Farbton – dies ist übrigens auch oft erwünscht und daher nur teilweise ein Nachteil.

Fazit – Blitzanlage mit Einstellicht

Blitzkopf-mit-Einstellicht
Blitzkopf mit 100W Einstellicht

Auf der Suche nach Alternativen und in Abwägung der zuvor beschreibenen Fakten, habe ich mich meiner bisherigen Studio-Blitzanlage und dem darin befindlichem Einstellicht besonnen.

Dies möchte ich ausschließlich für die Food- und Produktfotografie nutzen.

Die Vorteile des Einstellichts

Die Blitzköpfe bieten ein stufenlos regulierbares Einstellicht mit 3200K bis circa 100W. Die Farbtemperatur ist durchaus attraktiv, da sie vielen Bildern einen wärmeren Ton gibt, gerade in der Food-Fotografie. Sofern die Farbtemperatur unerwünscht ist, kann ich dies mit einem Weißabgleich leicht ändern.

Auch die Leistung von 100W ist absolut ausreichend, denn die Lichtquellen werden bei dieser Art der Fotografie sehr nahe am Motiv platziert. Ich kann also auch sehr offenblendig fotografieren (zum Beispiel Blende F1.4 oder F1.8).

Sofern die Lichtmenge bei kleineren Blenden wie F8 und kleiner nicht ausreicht, so kann ich dies mit längeren Belichtungszeiten auffangen und muss nicht befürchten das die Fotos unscharf werden, denn es handelt sich um unbelebte Produkte bei denen ich nicht befürchten muss das sie sich in den nächsten 30 Millisekunden bewegen werden 🙂

Ersatzleuchtmittel sind wirklich sehr preiswert und können überall problemlos beschafft werden, da es sich um keinerlei besondere Leuchtmittel handelt.

Nachteile des Einstellichts

Nun ja, die geringere Leistung könnte ein Problem werden, wenn es darum geht Dinge im Bild einzufangen die beweglich sind. Das einfrieren von Wasser- oder Wein-Tropfen und Co ist damit also vollkommen ausgeschlossen. Auch der Einsatz von schnell fließendem Nebel könnte durchaus kritisch werden. Aber auch hier gibt es eine Lösung, denn ich kann die Blitzköpfe zu hilfe nehmen und sie via Remote auslösen wenn ich dies denn wollte.

Unangenehm ist auch, dass sich der eigentliche Blitzkopf nicht deaktivieren lässt, sodass ich ein Abblitzen in Kauf nehmen muss wenn ich die Lichtmenge reguliere (dies bei sehr preiswerten Blitzköpfen der Fall, die hochpreisigen Blitzköpfe haben dieses Problem meist nicht) – naja, ich glaub das verkrafte ich schon.

Nach Recherchen in einigen Blogs, machen dies tatsächlich sehr viele User und Fotografen – klar warum auch nicht.

Um das gesagte noch mit ein paar Fakten zu untermauern, habe ich folgend noch eine tabellarische Gegenüberstellung der Hauptfacts angefügt.

Systemblitz Blitzkopf LED-Licht Quarzbrenner
Preis 50-80,-
EUR
130-1000,-
EUR
200-700,-
EUR
130-200,-
EUR
Betriebsstunden 8.000
Auslösungen
10.000
Auslösungen
100.000
Betriebsstunden
150
Betriebsstunden
Licht-Temperatur 5600K 5600K 5600K, 3200K 3200K
Stromzufuhr Batterie Batterie, Netzstrom Batterie, Netzstrom Netzstrom

iStock by Getty Images

iStock by Getty Images
iStock by Getty Images

Heute habe ich endlich die lange ersehnte Post von Getty Images bekommen. Ich wurde als Anbieter für Stock-Fotos angenommen. Jetzt geht es darum Themen zu lokalisieren und die Kamera nicht mehr still stehen zu lassen.

Allerdings glaube ich, das der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen wird. Ich habe mir daher mal ein paar erfahrene Blogartikel anderer User herausgesucht und aufmerksam durchgelesen.

Weiterführende Links

Wenn Euch das Thema auch interessiert, dann lest doch gerne einen der folgenden Beiträge erfahrener User.

Mein Eindruck nach drei Monaten intensiver Stockfotografie

Vier Jahre Microstock – Meine Zahlen und Erfahrungen